12V Kofferraumsteckdose - Dauerplus?

  • Ich habe zu diesem Zweck eine Kühlbox im Auto, die je nach dem angeschlossenen Netzteil entweder über 12V oder 220V mit Energie versorgt werden kann. Wenn - z.B. während Pausen - beides nicht zur Verfügung steht verfugt die Kühlbox über einen Akku, der die Kühlung je nach Außen- und Zieltemperatur für mindestens 24 Stunden, in der Regel aber sogar deutlich länger aufrecht halten kann. Während der Fahrt wird natürlich nicht nur gekühlt, sondern auch der Akku wieder aufgeladen. Da fällt mir eigentlich kein Szenario ein, dass ich so nicht abdecken kann.


    Gruß aus Wien

    Christoph

    Hallo Christoph,

    ein sehr gutes Setting, das Du hast.

    Aber 4711 hat halt eine Waceo ohne Akku, und da kann ich ihn verstehen, dass er bei Pausen auch die Kühlkette der transportieren Güter nicht unterbrechen möchte.

    Zufälligerweise besaß ich zuvor die gleiche Waeco wie 4711 (habe beim Vorgängerfahrzeug auch 12V Dauerplus in den Kofferraum gelegt, was bei einem BMW mit Batterie rechts hinten ein leichtes Spiel war) und hab ebendiese Waeco wegen eines irreparablen Defekts vor kurzem durch eine Ecoflow Glacier (mit Akku) ersetzt.

  • Ich hab das Thema einfach mit einer Powerstation gelöst. Wenn ich längere Zeit stehe, kommt die Kompressorkühlbox an meine Bluetti Powerstation. Die Powerstation kann man entweder auch vom Auto aus Laden oder tragbar an 220V.

    Auch eine Idee, daran dachte ich auch schon, aber ~25kg mehr Gewicht und weniger Platz für's Gepäck. Da ist 12V Dauerplus im Kofferraum die elegantere Lösung.

  • Das sollte aber theoretisch sowieso nie passieren, wenn MB seine Hausaufgaben gemacht hat und der 12 V Akku über den DC-DC Wandler aus dem Fahrakku regelmäßig nachgeladen wird

    Ich gehe davon aus dass unsere Fahrzeuge das machen. Die Frage ist nur wie oft die den 12V Akku beim schlafenden Fahrzeug checken lassen.


    Beim Smart #1 war immer 1x am Tag Nachts. Das reicht im Normalfall ja auch, aber ob das bei Deinem Usecase reicht weiß ich nicht.

    Meine Konfiguration: M4WC8JCM

    MB.OS-Versionen: 1.1.11 bei Auslieferung (30.4.26), 1.3.4 (OTA 19.6.26)

    Diese Forum fördern: klick.

  • Um das Verhalten zu analysieren könnte man einen Spannungs-Datenlogger einsetzen, oder probieren :)
    Kennt jemand irgendwelche Daten und Fakten der 12 V Bordnetz-Batterie, die im CLA EQ verbaut ist?

    Ich kenne moderne Lithium-Starterbatterien, die sehen aus wie klassische Bleibatterien, sind aber drinnen intelligent mit BMS, welches irgendwann durch Unterspannung oder längeres Stillstehen des Fahrzeugs über das interne BMS abschaltet und an den Batteriepolen keine Spannung mehr anliegt.
    Das Auto, von dem ich das kenne braucht dann ein Starthilfegerät um die Bordnetz-Batterie wieder aufzuwecken, ein Ladegerät oder warten und "erholen" lassen reicht nicht.
    TESLA hat ja auch schon länger eine recht kleine Lithium-Bordbatterie, die dasselbe verhalten hat, bei Unterspannung einfach aus und weg. Da ist das BMS aber im Auto und nicht in der Batterie.

    Das wäre dann im Zweifel beim CLA recht unangenehm, ich denke mal ohne Strom, mit abgeschalteter 12 V Bordnetzbatterie wird es schwer überhaupt die Türen aufzubekommen?
    Oder gibt es bei da einen verstecken Stromanschluss (wie bei TESLA) wo man von außen das Auto wieder aufwecken kann? Oder einen mechanische Notöffnung um an die Starthilfe-Anschlüsse zu kommen?

    250+ SB (RWD FTW) | 9696 | night | 360° | drive assist |400V | AHK

  • Ich denke nicht, dass das ein Problem geben wird. Die meisten Kompressorboxen haben eine einstellbare Abschaltschwelle, um eine zu starke Batterieentladung zu vermeiden.

  • Die Frage ist ja für 4711 weniger ob die Box dann abschaltet als die Frage ob dann die Temperatur in der benötigten Zeit nicht zu sehr ansteigt. Oder anders gesagt ob die Zeit wo Strom zur Verfügung steht für seine Zwecke ausreicht.


    Bei der Notwendigkeit empfindliche Medikamente zu kühlen wäre ich da auch sehr vorsichtig.

    Meine Konfiguration: M4WC8JCM

    MB.OS-Versionen: 1.1.11 bei Auslieferung (30.4.26), 1.3.4 (OTA 19.6.26)

    Diese Forum fördern: klick.

  • Das "warum" ist sicherlich eine Frage der Perspektive.
    Aus meiner Perspektive ist eine längere Fahrt nicht in Stunden, sondern Tagen gemessen. Mit wechselnden Orten, Übernachtungen, auch mal ein Fähre über Nacht (und da drinnen ist es heiß).

    Alles klar, also Missverständnis. Bei „längerer Fahrt“ hätte ich nie an mehr als 1-2 Stunden Pause gedacht und sowas sollte jede besser isolierte und vorgekühlte Kühlbox locker schaffen.

    Bei deinem Setup einer längeren Camping / Autoreise und kritischem Kühlgut ist dein Wunsch sehr nachvollziehbar. Insofern wünsche ich dir Erfolg, dass du eine einfache Lösung ohne neuen Kabelbaum findest :thumbup:


    Wenn bei mir mal so ein Szenario ansteht, würde ich meine 0,7kWh Ecoflow Powerstation als Puffer für meine Mobicool MC40 nutzen. Oder ich schlag irgendwann doch mal bei den Fossibot oder Jackery bei AliExpress zu (1kWh rund 300-350€).

  • Bevor ich weiter das Thema Nachrüstung einer 12 V Kofferraumsteckdose verfolge, habe ich mir mal was zum Thema Spannungs-Datenlogger ausgedacht. Das Ziel ist, zum einen herauszufinden ob der DC-DC Converter ab einer bestimmten unteren Spannungsgrenze die Bordnetzbatterie nachlädt und vielleicht auch noch etwas über die Bordnetzbatterie (Typ*, Kapazität) herauszufinden.


    Über die Starthilfe Anschlüsse unter der vorderen Haube habe ich eine definierte Last (12 V, 55 W Halogen Lampe) angeschlossen.

    Parallel dazu ein Multimeter zur Spannungsmessung, leider kann ich nicht parallel die Ampere messen
    Es ist natürlich auch kein richtiges Datenlogging und viel zu ungenau durch die langen Pausen, aber als erster Ansatz mindestens etwas zum nachdenken.


    Hier meine erste Messreihe

    Code
     -5 min ~ 14,28 V    // Auto noch aufgeschlossen und aktiv, DC-DC Wander aktiv
      0 min = 13,32 V    // Beginn der Messung, DC-DC Wander inaktiv
    +10 min = 13,29 V
    +20 min = 13,26 V
    +30 min = 13,26 V
    +40 min = 13,21 v
    +50 min = 13,21 V
    +60 min = 13,17 V
    +62 min = 12,99 V    // ich habe mich mit dem Schlüssel genähert, das Auto hat das bemerkt und irgendwas gemacht, gesummt
    +64 min = 14,08 V    // ich habe das Auto geöffnet und die elektrische Heckklappe geöffnet, offenbar ist der DC-DC Wander aktiv


    Damit der DC-DC Converter nicht durch äußere Einflüsse aktiv wird, war das Auto während der Messung abgeschlossen und im Ruhemodus. Da die vordere Haube dabei offen war, habe ich das Haubenschloss dazu in die geschlossene Position gedrückt.

    Den Schlüssel habe ich entfernt abgelegt, so dass das Auto nicht aufwacht wenn ich mich nähere,
    Die Fahrbatterie über 35% SOC geladen



    *) Edit: in der Rettungskarte vom C174 steht das eine 12V Li-ion Bordnetzbatterie verbaut ist.

    Edit #2: aus der ersten Messreihe lässt sich so schnell nichts als eine kontinuierliche Entladung erkennen. Ich muss nochmal mit mehr Zeit wiederholen um zu erkennen, ob der DC-DC Wandler auch zwischendrin aktiv wird.


    250+ SB (RWD FTW) | 9696 | night | 360° | drive assist |400V | AHK

    3 Mal editiert, zuletzt von 4711 ()