Ladestation im Bordstein

  • Technisch ist das so. Als vor Jahren die Straßenbeleuchtung errichtet wurde, haben Elektroplaner den Stromverbrauch der damaligen Leuchten zu Grunde gelegt und damit den benötigten Kabelquerschnitt errechnet. Dann auch etwas „Reserve“ dazu gegeben und die Beleuchtung funktionierte. Das Kabel ist zu 80% ausgelastet. In den letzten Jahren sind viele Straßenbeleuchtungen auf LED umgestellt worden. Somit ist die damals angedachte Reserve sogar noch etwas größer geworden…

    Die Differenz vom damaligen Verbrauch und dem Jetzigen Verbrauch (plus der Reserve) könnte man jetzt zum Auto-Laden verwenden. Viel ist das aber meist nicht… Ein bis Zwei 11KW Ladepunkte sind sicher möglich. Das hängt vom Standort, der Strassenlänge und dem damaligen Elektro-Planer ab….

    Eines geht mit Sicherheit nicht: an jeder Straßenlaterne eine Lademöglichkeit schaffen… da schmort das Haupt-Kabel durch… ob es Sinn macht, das Laden nur am Tage zu ermöglichen und beim Einschalten der Beleuchtung abzuschalten… das würde auch verwirren… Der Teufel steckt (wie immer) im Detail.

    Bisherige E-Autos: Hyundai Ioniq, Fiat 500e, Hyundai Inster, A-250e (Plug in), eigene Wallbox, Photovoltaik auf dem Dach.

  • Man kann schon verschwenderischer Weise an jeder Laterne sowas installieren.... dann brauchts aber auch ein Lastmanagement. Dann bleibt für den einzelnen aber nicht viel Ladeleistung übrigen wenn viele gleichzeitig laden.


    Unter anderem deswegen ist es wirtschaftlich unsinnig jede Laterne mit nem Lader zu versehen.

    Meine Konfiguration: M4WC8JCM

    Bestelldatum: 6.8.2025, Wunsch-Abholtermin: 30. April 2026, geplante Produktion: letzte Dekade März 2026.

  • Mal ganz ehrlich: wir brauchen auch keine Lader an jeder Laterne... Gerade Leute die in der Stadt wohnen, fahren doch im Schnitt maximal 20-30km am Tag. Und das wird schon viel sein. Mit einmal in der Woche laden wir der Großteil der Menschen gut hinkommen (jaja, es gibt wie immer Ausnahmen...).

    Und wer längere Strecken fährt, hat meistens auch andere alternativen zum Laden.


    Ich meine hier wird wieder ein Problem diskutiert, das in der Praxis nicht relevant ist. Vielmehr nutzen viele Menschen sowas gerne als Ausrede um nicht auf E-Mobilität umzusteigen weil sie keine Lust haben etwas neues zu lernen oder sich umzustellen. Da helfen dann aber auch 10 Ladepunkte vor der Haustür nichts, da wird dann eine andere Ausrede gefunden.

    Bei mir in der Straße sind 4 Ladepunkte, und die sind bisher fast jede Nacht frei, trotz einiger Elektrofahrzeuge in der Nachbarschaft (und keinen/kaum Privatparkplätzen, das heißt alles Laternenparker)

    250+, Polarweiß, Premium-Paket

    MS2E4DED

    Bestellung: März 2026; Lieferdatum: August 2026 (unverbindlich)

  • Mal ganz ehrlich: wir brauchen auch keine Lader an jeder Laterne... Gerade Leute die in der Stadt wohnen, fahren doch im Schnitt maximal 20-30km am Tag. Und das wird schon viel sein. Mit einmal in der Woche laden wir der Großteil der Menschen gut hinkommen (jaja, es gibt wie immer Ausnahmen...).

    Und wer längere Strecken fährt, hat meistens auch andere alternativen zum Laden.

    Ich kann da nur zum Teil zustimmen. Ja, man muss nicht jeden Tag laden. Aber! Man könnte! Eine Lösung könnte sein, so viele Parkplätze mit Strom zu versorgen, dass die Leistung egal ist und man einfach jeden Tag anstecken kann!


    In Berlin hat derselbe Anbieter wie in London (Ubitricity) die Laternenlader mit 3,7kW angeschlossen. Nicht mit 11kW oder 22kW. Wenn es das an jeder Laterne oder wie hier jedem Bordstein gibt, reicht das für die genannten 20km pro Tag Fahrer locker. Und auch noch für viele weitere Nutzer.


    Mit der Leistung, die für eine typische AC Säule (mit 2x22kW) vorgehalten wird, könnte man so 12 Ladepunkte versorgen.

    Bei passender Preisgestaltung (Blockiergebühr) kann das dann die wenigen 11/22kW und HPC Ladepunkte entlasten und für diejenigen freihalten, die mehr laden müssen.


    Das Hauptproblem sind in Deutschland aber das Eichrecht und die hohen Infrastruktur Kosten (jeder öffentliche AC Ladepunkt braucht einen eigenen Stromvertrag, etc.). Deshalb bauen die Stadtwerke fast nie 12x3,7kW sondern lieber 2x22kW oder direkt DC mit >=49kW. Und genau deshalb kann der Ladebordstein eben 22kW und kostet 5-10.000€ und genau deshalb verlangen die Stadtwerke Gebühren schon beim anstecken und für jeder Minute, die geladen wird.

  • Eine Lösung könnte sein, so viele Parkplätze mit Strom zu versorgen, dass die Leistung egal ist und man einfach jeden Tag anstecken kann!

    Ob das sinnvoll ist wage ich zu bezweifeln weil:

    1. die meisten (alle ?) BEV nur Laden wenn mindestens 1,x kW (ich meine meist 1,4) Ladestrom anliegen und ansonsten die Ladung abbrechen.
    2. Je kleiner die Ladeleistung desto höher die Ladeverluste. Bei 1,4 kW werden das zwischen 15 und 20% (vereinzelt vielleicht sogar noch mehr) sein.

    Am Ende versuchen im worst case "alle" in der Straße gleichzeitig zu laden und keiner bekommt was in den Akku weil zu wenig Ladestrom fließt.

    Meine Konfiguration: M4WC8JCM

    Bestelldatum: 6.8.2025, Wunsch-Abholtermin: 30. April 2026, geplante Produktion: letzte Dekade März 2026.

  • Ja, 6A ist der Mindeststrom, was die genannten 1,4kW ergibt. Aber darum ging es mir nicht. Mein Argument war ja, dass eine einzige Säule, für die bereits heute genug Leistung vorgehalten wird, durch 12 langsamere Ladepunkte ersetzt werden könnte. Da muss nichts gedrosselt werden. Passiert bei der 22kW Säule ja auch nicht.