Nicht ganz. Die Batterietauschidee stammt aus den Anfängen der EMobilität, als die Akkugrößen noch sehr überschaubar waren und die Ladeleistungen im 2stelligen Bereich. Es gab vor ca. Jahren eine Firma (Betterplace ?), die hat in Israel mit Renault die Infrastruktur für Batterietausch aufgebaut...und ist damals schon gescheitert.
Im Prinzip finde ich die Idee auch richtig...die meiste Zeit reicht dem Durchschnittsfahrer eine kleine Batterie für 15 bis 40 km am Tag. Für die paar Male Langstrecke, kann man sich dann eine große holen. Es ist ja eigentlich der Wahnsinn, wieviel Gewicht und Ressourcen wir tagtäglich spazieren fahren. Da könnte man die Autos auch nochmal 6 bis 10 K günstiger machen.
Ich denke, die Gesellschaft ist noch nicht reif für diese Art von Dienstleistung - da hat Nio sich wohl auch verschätzt.
Also ich sehe da absolut keine Relevanz für irgendeinen Massenmarkt... insbesondere bei modernen Ladezeiten. Die leute mit kleinen Akku fahren nicht genug Langstrecke das sich sowas rentiert. Dann lädt man eben mal 30min mehr auf einer langen Strecke...
Die Leute die regelmäßig Langstrecke fahren, haben sowieso einen großen Akku.
Zusätzlich muss entweder jeder Hersteller eine eigene Infrastruktur aufbauen, oder man muss die Akku-Geometrie soweit standardisieren das die unter den Herstellern und Modellgenerationen austauschbar sind.
Davon das BMW beginnt die Batterie als Strukturbauteil ins Auto einzubauen reden wir da noch garnicht... Da sind die Sitze auf dem Akku verschraubt.
In der Theorie klingt das nett, scheitert aber sicherlich nicht daran das die Gesellschaft noch nicht "reif" genug ist.