Hallo,
ich hatte letzten Donnerstag eine unschöne Erfahrung mit einer vom Auto initiierten Vollbremsung. Ich fuhr auf einer breiten geraden Bundesstraße am Ende einer Autoschlange die sich mit ca. 80 km/h fortbewegte. Ich hatte ca. 100m Abstand zu dem vorausfahrenden Auto. Dann kam der Pulk von Autos an einer kleinen Kreuzung einer kleinen Nebenstraße vorbei. Von Rechts näherte sich ein Fahrzeug auch mit ca. 80 km/h im 90 Grad Winkel zur Bundesstraße.. Dieses Fahrzeug verzögerte jedoch relativ spät. Ich denke es war ein Stoppschild an der Kreuzung um von der Nebenstraße in die Bundesstraße einbiegen zu können.
Ich habe mir keinerlei Sorgen wegen diesem Fahrzeug auf der Nebenstraße gemacht und hätte sicherlich keinen Grund gesehen die Geschwindigkeit zu verringern. Der CLA sah das anders. Ohne Vorwarnung leitete er eine Vollbremsung bis auf unter 30 km/h mit begleitendem Gurtspanner ein. Das ging so schnell dass ich keine Zeit hatte mit dem Strompedal gegen zu steuern. Wenn in diesem Moment ein Fahrzeug hinter mir gefahren wäre hätte es mit Sicherheit einen Unfall gegeben.
Ich hatte keinen "Autopilot" oder wie das bei Mercedes genannt wird aktiviert. Die Frage ist, ob der CLA auch so reagiert hätte wenn ein Fahrzeug hinter mir gefahren wäre ?
Seit Oktober fahr ich jetzt mit dem CLA aber so etwas ist mir neu.
Phantombremsung
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Genau genommen war das keine Phantombremsung sondern eine korrekt funktionierende Notbremsung. Ich find es gerade nicht, aber von Mercedes gibt es auch ein Video zur Funktionalität davon.
Der andere Fahrer hat halt einfach sehr spät gebremst, das Nothaltsystem hat das als drohende Kolission erkannt und gebremst. Es ist normales Systemverhalten vom Brems-Assistent. Du müsstest ihn aktiv ausschalten. Er wird aber immer beim Neustart des Fahrzeugs wieder aktiviert sein (EU-Vorgabe)
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Hab auf Anhieb jetzt nur die englische Version von dem Video gefunden:
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Gerne kommen solche Bremsungen auch vor, wenn man um eine unübersichtliche Ecke biegt und dann auf entgegen der Fahrtrichtung geparkte Autos trifft!

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Das würde ich dann als Phantombremsung sehen.
Auf meinem Arbeitsweg gibt es auch so eine T-Kreuzung wo gern mal die Leute zu schnell ranfahren. Hatte es oft genug, dass die "Nase" des anderen Fahrzeugs dann nen halben Meter in die Fahrbahn geragt hat. Dass ein Bremsassistent sowas als Gefahr erkennt ist für mich sehr gut nachvollziehbar. Manuell weiche ich bei sowas (sofern kein Gegenverkehr kommt) schon immer pro-forma nen Meter auf die Gegenfahrbahn aus. Gibt zu viele Idioten die bei sowas am träumen sind.
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Ich befürchte auch dass Mercedes das so sehen wird. Das seitlich auf der Nebenstraße kommende Auto habe ich gesehen und mir keinerlei Sorgen gemacht. Es war alles noch im Rahmen. Keine gefährliche Fahrweise. Der andere Fahrer hatte noch reichlich Zeit vor der Kreuzung zum stehen zu kommen. Ich denke dass man hier das System noch verbessern sollte. Alternativ sollte man die einzelnen Funktionen (nicht den kompletten Bremsassistenten) dauerhaft deaktivieren können. Es geht auch um das Thema der Priorisierung von Radar vor Kamera. Die Kamera hätte evtl. gesehen dass das Fahrzeug bremst und daher kein Problem sein sollte. Das Radar dagegen rechnet nur mit Vektoren und der aktuellen Geschwindigkeit.
Genau aus diesem Grund wurde ich auch schon zweimal in einem Tunnel in einer Linkskurve mit einem ohrenbetäubenden Knall und Gurtstraffer erschreckt. Jedesmal kam ein LKW auf der Gegenfahrbahn genau im Scheitelpunkt der Kurve entgegen. Ich vermute das Radargerät hat nur die Vektoren verglichen und einen Crash erkannt obwohl die Videoüberwachung die Kurve und den Streckenverlauf erkannt hätte. -
Ich frage mich wer die Schuld und die Kosten tragen würde wenn durch so eine Notbremsung ein Auffahrunfall entstehen würde. Der Fahrer hat keine Chance die Notbremsung zu verhindern. Der auslösende Autofahrer ist zwar zügig an eine Kreuzung herangefahren aber hatte wirklich keine Not noch rechtzeitig bremsen zu können (Keine Notbremsung).
Vielleicht wird es bald eine Anpassung im Straßenverkehrsgesetz geben dass es verboten ist ein Assistenzsystem eines Premiumfahrzeuges durch zu forsche Fahrweise zu erschrecken.
Und die zweite Frage wo die Bevormundung des Fahrers durch die Assistenzsysteme aufhört. Demnächst erkennt das Radar auch herabfallende Steine von Autobahnbrücken oder herabfallende Felsbrocken. Wenn dann doch nur ein Tennisball oder ein Vogel im Beutemodus unterwegs war hat man halt Pech gehabt. Es hätte ja auch ein Stein sein können.
Ich bin mir nicht sicher ob Mercedes (und wohl nicht einige andere Hersteller) auf dem richtigen Weg sind -
Ich befürchte auch dass Mercedes das so sehen wird. Das seitlich auf der Nebenstraße kommende Auto habe ich gesehen und mir keinerlei Sorgen gemacht. Es war alles noch im Rahmen. Keine gefährliche Fahrweise. Der andere Fahrer hatte noch reichlich Zeit vor der Kreuzung zum stehen zu kommen. Ich denke dass man hier das System noch verbessern sollte. Alternativ sollte man die einzelnen Funktionen (nicht den kompletten Bremsassistenten) dauerhaft deaktivieren können. Es geht auch um das Thema der Priorisierung von Radar vor Kamera. Die Kamera hätte evtl. gesehen dass das Fahrzeug bremst und daher kein Problem sein sollte. Das Radar dagegen rechnet nur mit Vektoren und der aktuellen Geschwindigkeit.
Genau aus diesem Grund wurde ich auch schon zweimal in einem Tunnel in einer Linkskurve mit einem ohrenbetäubenden Knall und Gurtstraffer erschreckt. Jedesmal kam ein LKW auf der Gegenfahrbahn genau im Scheitelpunkt der Kurve entgegen. Ich vermute das Radargerät hat nur die Vektoren verglichen und einen Crash erkannt obwohl die Videoüberwachung die Kurve und den Streckenverlauf erkannt hätte.Wenn du die Zeit hast, kannst du auch direkt zu Mercedes fahren und die sollen das Ding auslesen und zur Analyse weiterschicken. Vielleicht kann auf Grundlage davon was verbessert werden? Vielleicht bin ich aber auch zu naiv.

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Ich bin mir nicht sicher ob Mercedes (und wohl nicht einige andere Hersteller) auf dem richtigen Weg sindSchreib eine Beschwerde an die EU. Die geben vor, dass derartige Systeme bei jedem Start automatisch an sind.
Ansonsten: In die Einstellungen gehen und den Warnzeitpunkt herabsetzen. Alternativ bei jedem Start den Assistent deaktivieren.
Den Vorschlag auf MB zuzugehen find ich gut.
Ich kann dir aber sagen, dass in meinem MG4 die Phantombremsungen teilweise noch sehr viel schlimmer sind (Starke Bremsung nur weil Fahrzeuge rechts geparkt sind) -
Ich kann dir aber sagen, dass in meinem MG4 die Phantombremsungen teilweise noch sehr viel schlimmer sind (Starke Bremsung nur weil Fahrzeuge rechts geparkt sind)Das beruhigt mich nicht sonderlich. Bei Mercedes eine Beschwerde einzureichen habe ich bei meinen Tunnelerlebnissen bereits versucht. Die wollen keine Fehlermeldungen hören oder haben bereits mehr als genug davon gehört. Das wäre absolute Zeitverschwendung.