Beiträge von R107-Fan

    Wenn er tatsächlich im Grundpreis nur "etwas" über dem bisherigen CLA 45 liegt, dann wären das beim SB so um die 85K. Dabei haben die AMG meist verschiedene Ausstattungsmerkmale schon in der Basis an Bord (19", Matrix-LED usw.). Realistisch sind zwischen 100.000 und 110.000€ mit guter Ausstattung möglich. Ich bin gespannt und hoffe, ihn ab Juli 2027 für ein Jahr fahren zu können.

    Ich glaube, hier gibt es ein Missverständnis. Seit 2024 ist der intelligente Geschwindigkeitsassistent ISA in Europa verpflichtend, der dem Mensch hinterm Steuer angibt, wie hoch die zulässige Geschwindigkeit dort ist, wo er sich gerade befindet. Ein Verkehrszeichen kann dabei erfasst werden, muss aber nicht, d.h. die VZE muss es im Fahrzeug nicht geben und eine Kamera ist erst recht nicht verbindlich vorgegeben. Eine Logik dahinter erschließt sich mir auch nicht. Es gibt nur zu diesem Thema allein eine ellenlange Verordnung der EU (EU 2021/1958). Mag sein, dass ich da was überlesen habe, sind ja nur mehrere Hundert Seiten. In meinen Augen liegt das Problem letztlich darin, dass ein System vorgeschrieben wird, die Hersteller aber nicht verpflichtet sind, das so gut zu gestalten, dass es auch zuverlässig funktioniert. Da gilt leider mal wieder "Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht".


    In der EU-Verordnung heißt es u.a. in der Einleitung unter (4):


    "Dem ISA können zwar verschiedene Eingabemethoden zugrunde liegen, z. B. Kamera-Erfassung, Kartendaten und maschinelles Lernen, allerdings sollten tatsächlich vorhandene explizite numerische Geschwindigkeitsbegrenzungszeichen stets Vorrang vor allen anderen im Fahrzeug verfügbaren Informationen haben."


    Unter (14) folgt dann

    "Es steht jedoch fest, dass ISA, bei denen eine Kombination aus Kamerasystem, globalem Satellitennavigationssystem und aktuellen digitalen Karten zum Einsatz kommt, als neuester Stand der Technik gelten und die größte Leistung und Zuverlässigkeit im praktischen Fahrbetrieb aufweisen."


    Aber richtig interessant wird es in Abschnit 4.1.3.1. Da geht es um die Prüfung der Systeme, und da heißt es u.a.

    "In beiden Fällen kann die Umgebung so beschaffen sein, dass andere Fahrzeuge auf der gleichen Teststrecke wie das Prüffahrzeug fahren, um beispielsweise die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten zu erleichtern, die von anderen Fahrzeugen ohne kamerabasiertes Erfassungssystem verwendet werden können."

    Wortgleich wird das unter 4.2.3.1 wiederholt.


    In der ganzen Verordnung ist immer wieder nur davon die Rede, dass die an einer bestimmten Stelle geltende Höchstgeschwindigkeit erfasst werden muss. Das kann (!) auch über einen Sensor (z.B. Kamera) erfolgen, muss aber offensichtlich nicht. Allerdings ist auch mir schleierhaft, wie das anders zuverlässig funktionieren soll.


    Warum kann man nicht ein Mal klare und unmissverständliche Vorgaben machen? An der Verordnung haben garantiert wieder unzählige Lobbyisten so lange herumgekrittelt, bis dieser verwässerte und unpräzise Unsinn heraus gekommen ist. Ich habe das Thema heute trotzdem in der Internen Fahrzeug Qualitäts Studie ifqs mit aufgeführt. Steter Tropfen höhlt (vielleicht) den Stein.

    Die VZE ist in Deutschland nicht verpflichtend, d.h. sie muss nicht einmal im Fahrzeug vorhanden sein. Deshalb gibt es eben auch keine Verpflichtung, das sie einwandfrei funktionieren muss, und deshalb weisen alle Hersteller auch genau auf diese Dinge hin. Lieber Kunde, wir haben hier was ganz Tolles für Dich, aber wir können nicht versprechen, dass es auch funktioniert. Natürlich sind die Ansprüche an einen Mercedes andere, als an ein Billigprodukt - und sie dürfen es auch sein. Auch ich ärgere mich, wenn das Auto mal wieder anders agiert, als es sollte. Aber man kann daraus eben keine (Rechts-) Ansprüche ableiten. Eine sehr ausführlich und gut geschriebene Übersicht mit zig Informationen zum Thema Assistenzsysteme gibt es übrigens beim ADAC.

    Warum so negativ? Wer von Euch hat den Sound denn schon mal gehört? Das ist kein irgendwie per Computer erzeugter Sound, sondern der Sound des AMG GT-R, der mit einem riesigen Aufgebot an Mikrofonen eingefangen wurde. Ich bin sehr gespannt auf die Vorstellung das CLA 45s EQ. Und wenn das so läuft wie ich hoffe, dann wird das als SB mein nächster Jahreswagen. Brauche ich dazu den V8 Sound? Nö. Werde ich ihn ausprobieren, sollte ich das Teil in die Finger kriegen? Na klar. ;)

    OK, es ist der Sound vom 45er, klingt aber trotzdem ganz kernig.

    Den Fehler hatte ich auch schon. Stellte sich dann hinterher als Kommunikationsproblem heraus, sprich anhand der Zeitstempel war schnell klar, dass die Daten nicht durchgehen, ohne dass das als Störung angezeigt wurde. Hat sich von selbst nach einigen Minuten erledigt und ist seither nicht wieder aufgetreten.

    Ich finds ja interessant dass hier doch einige gerne die ÖR schauen.... es kommt Hoffnung auf für Deutschland ;)


    Bin überzeugt dass die Privaten ein gutes Stück weit an der zunehmenden Verdummung der Bevölkerung schuld sind.

    Wenn man sich für Dokumentationen, Reportagen, Berichte etc. interessiert, dann kommt man um die ÖR kaum herum. Formate wie "Mittendrin - Flughafen Frankfurt" oder "Terra X" sind ebenso großartig wie etwa "Feuer und Flamme", und es gibt noch so viele mehr. Von den Nachrichtensendungen gar nicht erst zu reden.

    Meine - völlig subjektive und persönliche Erfahrung aus 50 Jahren und bald 1,5 Millionen Kilometer: die Zeitunterschiede zwischen schnell fahren und dabei oft tanken/laden bzw. mit 130 durchfahren und seltener tanken halten sich seit etlichen Jahren in relativ engen Grenzen. Das war in den 80ern, eventuell auch noch Anfang der Neunziger, durchaus noch anders. Beispiele aus eigener Erfahrung:


    - Ende der 80er, ein für damalige Verhältnisse sehr schnelles Versuchsfahrzeug aus dem Fuhrpark, keine Ferienzeit. Anfahrt zur Autobahn - Aalen-Westhausen bis HH-Othmarschen, Abfahrt zum Ziel. Insgesamt rund 670 Kilometer. Reine Fahrzeit (ohne Pausen) 4:25 Stunden, Schnitt ziemlich exakt 150km/h. Schnelles Auto, gutes Wetter, eine relativ neue A7 ohne Baustellen und fast ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen, früher Samstagmorgen - das waren die Voraussetzungen um gefühlt mit ständig über 200 km/h durchzubrettern. Dafür musste ich aber auch zwei Mal tanken. Diese Zeit habe ich wenige Jahre danach noch einmal fast erreicht, mit einem nochmal drastisch stärkeren Fahrzeug und unter ähnlichen Umständen auf der selben Strecke. In späteren Jahren waren 120 als Gesamtdurchschnitt schon eher selten, 110-115 kann man als ganz gut ansehen.


    - In den 2010ern, USA, mittlerer Westen. Großes SUV. Einfache Strecke rund 1.700 Kilometer, mehrere Fahrer. Die Zeiten sind unwichtig, aber die erzielte Durchschnittsgeschwindigkeit für Hin- und Rückweg inklusive mehrerer Tank- und Rastpausen lag bei sage und schreibe etwa 115 km/h oder 71 mp/h. Und das, obwohl nur auf gut der Hälfte der Strecke 80 mp/h erlaubt waren und auf dem Rest 70-75 mp/h. Warum so schnell? Weil man fast immer fahren konnte. Wir standen nur durch El Paso im Stau, ansonsten war der Tempomat fast immer auf Speed Limit +5 Meilen gestellt. Und das konnte man oft eine oder zwei Stunden am Stück einfach so lassen.


    Könnte man bei uns die 130 einfach rollen lassen, wäre das erste Beispiel in 5:10 Stunden reiner Fahrzeit kein Problem. Klappt halt nicht, weil die Straßen heute schlechter und viel voller sind als damals (50 Mio. PKW vs. 30 Mio.), und weil damals Autos, die mühelos die 200 km/h geknackt haben, sehr viel seltener als heute waren.

    Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen: der CLA macht sehr viel Spaß, und wenn es mal frei ist, dann kann man auch mal fliegen lassen, es geht so herrlich mühelos. Wenn ich aber wirklich Strecke machen will und mit möglichst wenig Stress und trotzdem zügig ankommen will, dann braucht es keinen Top-Speed, sondern gleichmäßiges Fahren und einigermaßen freie Straßen. Andimp3 hat dafür ebenfalls ein schönes Beispiel mit seinen Fahrten in den sonnigen Süden geschildert.