Wollte gerade etwas sehr ähnliches schreiben....
Bei meinem vielen früheren Mercedessen hat die Verkehrszeichenerkennung, und auch der aktive Tempomat, fast perfekt funktioniert. Wie ich das auch von einem Hersteller mit dem Markenkern und Preisniveau erwartet hatte.
Inzwischen ist die Verkehrszeichenerkennung zwar noch gut, aber eben nicht top wie früher. Und die ganzen Regelsysteme wie Tempomat und Lenkassistent steigen tlw schon bei Regen aus.
Gibt einfache Erklärungen dafür :
1) Kostenreduktion
Sensorik kostet Geld. Wenn gespart werden muß, wird die Qualität nicht besser
2) Software
Die Nachteile günstiger (billiger) Teile läßen sich über Mehraufwand bei der Programmierung kompensieren, zumindest teilweise. Aber auch das kostet Zeit (Geld), und kommt zum generell gestiegenen Aufwand dazu, den die höhere Anzahl an Systemen nach sich zieht.
3) Entwicklungsablauf
Die grundlegenden Features neuer Autos wie Motor/Getriebe, Batterie, Fahrwerk, Regelsysteme Fahrsicherheit sind extrem anspruchsvoll, lassen sich aber zu Anfang nur schwer beurteilen mit Blick auf Serie. Da muß man oft schon froh sein, wenn das Entwicklungsfahrzeug überhaupt fährt - ich habe lange in dem Bereich gearbeitet....
Entsprechend wird zu Anfang grundlegendes gemacht und optimiert, wie beim CLA zB die Entwicklung und Bedatung des 2G-Getriebes, Fahrpedaladaption, ESP, etc
Mit getarnten oder sonstwie nicht serienidentischen Teilen kann man Komfortfeatures wie Parksensoren oder Türgriffe auch nicht so sauber bearbeiten. Dadurch rutschen diese ziemlich nach hinten hinten, in Richtung Serienanlauf, und sind dann oft einfach nicht gut.
Und durch weiteren Kostendruck bei Projekten sowie Personalkürzungen im Entwicklungsbereich wird das überraschenderweise auch nicht besser - herstellerunabhängig... 🙃