Beiträge von Nick

    Hallo

    hier mal eine andere Mitteilung als sonst üblich:

    bei mir wird es nun kein CLA sb, sondern ein BMW i4 40. Standen beide auf meiner Liste , mit anderen. Mitlesen in jeweiligen Foren und Probefahrt haben die Entscheidung relativ einfach gemacht.

    Gründe kurz gegen CLA: Preisgestaltung, Reifegrad, Bedienbarkeit

    Gründe kurz für i4: Reifegrad, Preisgestaltung, Bedienbarkeit

    Insgesamt ist der i4 für mich das ausgereiftere Auto, das sich nach eine Klasse größer anfühlt (was ich gar nicht unbedingt brauche), und zu relativ attraktiven Preisen mit praxisgerechter Ausstattung kaufbar ist. Baureihe läuft halt auch aus Anfang nächsten Jahres. Ich bin kein wirklicher Freund der Gestaltung der Displays bei BMW, und viel zu wenig Schalter gibt es auch. Das Design gefällt mir aber innen einigermaßen, und außen erst recht. Bedienbarkeit der Taster am Lenkrad zudem vorbildlich. Menüführung ist im CLA besser gelöst.

    Mir ist klar, daß ein i4 bzgl Effizienz das Nachsehen hat im Vergleich. Meine Langstreckenanteile sind inzwischen aber recht niedrig, daher kein echtes Hindernis.

    War außerdem schon etwas schockiert, wie viel hier immer noch über Funktionalität und Software geschrieben wird. Der Shooting Brake ist ja immerhin das zweite Modell nach dem Coupé, da hätte ich einen deutlichen besseren Reifegrad erwartet.

    Materialanmutung im CLA ist aus meiner Sicht auch der Preisklasse nicht angemessen, und für die komplett von links nach rechts durchgezogene Plastiklandschaft mit Bildschirmen bin ich wahrscheinlich zu alt.

    Aus Preissicht wäre ein CLA dazu deutlich teurer geworden. Die einzelnen Aufpreise finde ich tlw. happig, und zum Ausgleich gibt es deutlich weniger Verhandlungsspielraum. Das in Verbindung mit der Qualitätsanmutung und den Reifegradthemen hat letztendlich den Ausschlag gegeben.

    Dieses Forum hat mir sehr geholfen bei der Entscheidungsfindung, danke an alle dafür! Ich werde weiter hier mitlesen, weil mich als Ex-Mercedes-Mitarbeiter natürlich schon sehr interessiert, wie sich das alles weiterentwickelt.

    Wollte gerade etwas sehr ähnliches schreiben....

    Bei meinem vielen früheren Mercedessen hat die Verkehrszeichenerkennung, und auch der aktive Tempomat, fast perfekt funktioniert. Wie ich das auch von einem Hersteller mit dem Markenkern und Preisniveau erwartet hatte.

    Inzwischen ist die Verkehrszeichenerkennung zwar noch gut, aber eben nicht top wie früher. Und die ganzen Regelsysteme wie Tempomat und Lenkassistent steigen tlw schon bei Regen aus.

    Gibt einfache Erklärungen dafür :

    1) Kostenreduktion

    Sensorik kostet Geld. Wenn gespart werden muß, wird die Qualität nicht besser

    2) Software

    Die Nachteile günstiger (billiger) Teile läßen sich über Mehraufwand bei der Programmierung kompensieren, zumindest teilweise. Aber auch das kostet Zeit (Geld), und kommt zum generell gestiegenen Aufwand dazu, den die höhere Anzahl an Systemen nach sich zieht.

    3) Entwicklungsablauf

    Die grundlegenden Features neuer Autos wie Motor/Getriebe, Batterie, Fahrwerk, Regelsysteme Fahrsicherheit sind extrem anspruchsvoll, lassen sich aber zu Anfang nur schwer beurteilen mit Blick auf Serie. Da muß man oft schon froh sein, wenn das Entwicklungsfahrzeug überhaupt fährt - ich habe lange in dem Bereich gearbeitet....

    Entsprechend wird zu Anfang grundlegendes gemacht und optimiert, wie beim CLA zB die Entwicklung und Bedatung des 2G-Getriebes, Fahrpedaladaption, ESP, etc

    Mit getarnten oder sonstwie nicht serienidentischen Teilen kann man Komfortfeatures wie Parksensoren oder Türgriffe auch nicht so sauber bearbeiten. Dadurch rutschen diese ziemlich nach hinten hinten, in Richtung Serienanlauf, und sind dann oft einfach nicht gut.

    Und durch weiteren Kostendruck bei Projekten sowie Personalkürzungen im Entwicklungsbereich wird das überraschenderweise auch nicht besser - herstellerunabhängig... 🙃